Beratung rund um das Spiel um Geld - Dr. Th. Bronder

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Beratung rund um das Spiel um Geld

Während meines Berufslebens bin ich mit mathematischen und rechtlichen Fragen
zu unterschiedlichsten Spielen mit Gewinnmöglichkeit konfrontiert worden.
Dabei kam es nicht nur auf die Analyse und Konstruktion des Gewinnplans an,
sondern auch auf die Erzeugung des Zufalls und die Möglichkeiten, den Ablauf des Spiels zu beeinflussen.
Letztendlich ist für jedes kommerzielle Spiel zu klären, wie es in den vorgegebenen gesetzlichen Rahmen einzuordnen ist,
denn daran kommt keiner vorbei, der ein Spiel öffentlich veranstalten will.

1. Zur Einteilung der Spiele, historisch
2. Zur Einteilung der Spiele, heute



 


Was ist ein Spiel?

John von Neumann gab 1928 eine Definition des Spiels.
Sie stellt den kleinsten gemeinsamen Nenner
aller denkbaren Spieleigenschaften dar.

Damit begründete er die Spieltheorie, welche
zufallsentschiedene Glücksspiele als Spezialfall enthält.

Problematisch ist die (rechtlich notwendige) Zuordnung von
Spielen, die von Zufallsentscheidungen abhängen,
aber auch durch Geschicklichkeit beeinflusst werden können.



Das Glücksspiel hängt vom Zufall ab,

aber was ist Zufall?



Wie funktionieren kommerzielle Spiele?
Was bedeuten
Zufallserzeugung, Wahrscheinlichkeit, Gewinnplan,
Chancengleichheit, Auszahlquote und Manipulation,
bei Wetten, Roulette, Poker, Automaten und Internetspielen?
Wie ist der "Point of no return" zu verstehen?



 
 
 
 
 

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Die Einteilung der Spiele, historisch

 
 
Miniatur auf Folio 2v im Buch der Spiele (Alfonso X.: Libros de los juegos, Sevilla 1284) Copyright: © akg-images / Album / Oronoz
 
 


Die Miniatur auf Folio 2v im Buch der Spiele des spanischen Königs Alfonso X. zeigt drei Gelehrte,
die ihrem König in Indien jeweils ein Spiel vorstellen.

Es handelt sich um Schach-, Würfel- und Tricktrack-Spiele (
Vorläufer des Backgammon),
also um Geschicklichkeits-, Glücks- und gemischte Spiele.

Alfonso X. beschreibt diese drei Arten der Spiele ausführlich, um alle „Brett- und anderen Spiele",
„die im Sitzen
ausgeführt werden können" zu erfassen.

Zu den Ursachen ihrer Entstehung zitiert er die drei indischen Gelehrten, von denen jeder darstellt,
worin sich sein Spiel von den anderen unterscheidet und warum es von überlegener Bedeutung sei.


Buland/Schädler (Hrsg): Das Buch der Spiele von Alfons X., übersetzt und kommentiert von U. Schädler und R. Calvo,
LIT-Verlag, 2009, S. 53-54

 
 

Der Schachspieler meinte,

dass der Verstand mehr wert sei als der Zufall, denn wer verstandesgemäß lebe, erledige seine Dinge auf geordnete Weise, und selbst wenn er einen Verlust erleide, trage er keine Schuld."


Der Würfelspieler behauptete dagegen,

dass der Zufall mehr Wert sei als der Verstand, denn wenn der Zufall es wolle, dass man verliert oder gewinnt, so könne kein noch so großer Verstand dem ausweichen."

Der Tricktrackspieler aber sagte,

dass am besten leben könne, wer von beidem zu nehmen weiß, denn das sei Vernunft: Je mehr Verstand einer habe, desto größer sei seine Umsicht, wie er alles optimal regeln kann. Je größer andererseits das Glück sei, desto mehr Gefahr bestehe, denn das Glück sei nie sicher. Doch die rechte Klugheit bestehe darin, den Verstand zu benutzen, so man erkennt, dass er die meisten Vorteile bringt, sich aber des Glückes zu bedienen, wenn es einem hold ist, und den Schaden so gut als möglich zu begrenzen, wenn es einem nicht gewogen ist."

 
 
 
 
 
 
 
 


Die Einteilung der Spiele, heute

 
 
 
 
 


Zufall, Geschick und Willkür

Zufall, Geschick und Willkür sind die drei Arten der Entscheidungen, die das Ergebnis eines kommerziellen Spiel (mit Gewinnmöglichkeit) beeinflussen können.
Und zwar das Ergebnis einer einzelnen Partie als auch das Gesamtergebnis einer Folge von mehreren Spielpartien, sowohl in Zwei- als auch Mehrpersonenspielen., bei symmetrischen oder asymmetrischen Spielbedingungen.
In den Spielregeln ist festgelegt, welche Entscheidungen in einem Spielablauf vorkommen können.
Zufällige Entscheidungen werden durch einen Zufallsmechanismus, geschickte oder willkürliche Entscheidungen werden persönlich von den Teilnehmern getroffen.
Für die Einteilung der Spiele nach diesen Entscheidungskriterien kommt es nur darauf an, was in den Spielregeln festgelegt ist, also welche Entscheidungsmöglichkeiten der Spieler hat und nicht darauf, wie sich der Spieler tatsächlich entscheidet.
Letzteres würde bedeuten, dass die Einteilung nicht nach den Spielregeln, sondern nach den teilnehmenden Spielern richtet, eine Partie desselben Spiels also mal so oder so – je nach Zusammensetzung der Spieler - klassifiziert würde.
Trifft ein Teilnehmer eine zufällige Entscheidung, so bleibt es seine persönliche Entscheidung, sie gilt nicht als Zufallsentscheidung gemäß den Spielregeln. Trifft ein Teilnehmer eine ungeschickte oder willkürliche Entscheidung, trotz hinreichender Information über die Situation der Anderen, so bleibt  es gemäß den Spielregeln eine Geschicklichkeitsentscheidung.

 
 
 
 
 
 
 
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