Erfindung des Prüfkörpers REX für Röntgengeräte - Dr. Th. Bronder

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Erfindung des Prüfkörpers REX für Röntgengeräte

Zu meinen Erfindungen zählt im Jahr 1982 ein erster kompakter Prüfkörper,
dessen viele Messmerkmale eine schnelle Qualitätskontrolle von Röntgengeräten ermöglichen.
Nach  praktischer Erprobungszeit konnte er mit einigen Verbesserungen industriell gefertigt werden.
Bronder, Th.: Prüfkörper zur Qualitätskontrolle bei Röntgendurchleuchtungseinrichtungen. PTB-Jahresbericht 1982, Braunschweig (1983), S. 225-226.

Eine weitere Erfindung zur effektiven Qualitätskontrolle betraf eine Hochspannungs-Sonde,
mit deren Hilfe die an der Röntgenröhre eingestellte Hochspannung bis 150 kV indirekt im Röntgenstrahlenfeld gemessen werden konnte.
Die dazu erforderliche Messelektronik baute Herr Ulrich Eickelkamp.
Zusätzlich zeigte dieses Messgerät die tatsächliche Einschaltzeit von Röntgenaufnahmen an.
Bronder, T.; Eickelkamp, U.; Jakschik, J.: Ein Messgerät zur schnellen Bestimmung des Scheitelwertes der Röhrenspannung
und der Einschaltzeit von Röntgeneinrichtungen. RöFo 137 (1982), S. 588-595.



Ein Testbild für Röntgenstrahlung (X-ray-diagnostic)

Für Fernsehbilder gab es von Anfang an Testbilder zur Kontrolle der Qualität.

Für die viel älteren Röntgenbilder sind sie erst nach 1980 erfunden worden - vorher diente der Patient selbst
als Objekt zur Anfertigung von Testaufnahmen.

Das Problem ist die andere Art der Bilderzeugung mit unsichtbarer Röntgenstrahlung.
Das Testbild kann nicht einfach (wie beim Fernsehen) gezeichnet werden.
Zur Erzeugung eines Testbildes mit Röntgenstrahlung muss ein geeignet strukturierter Phantomkörper gebaut werden, der den Patienten ersetzt, aber messbare Strukturen enthält.

Die ersten Prototypen eines Prüfkörpers, der alle wichtigen Strukturen enthält, sind von Dr. Bronder Anfang der 80er Jahre im Institut Berlin der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt entwickelt worden.

Die Grundidee:
 
Sind die einfachen geometrischen Strukturen des Phantomkörpers im Röntgenbild nicht optimal zu erkennen,
so werden die komplizierten Strukturen im Körper des Patienten ebenfalls nicht optimal dargestellt und
die Rönteneinrichtung ist entsprechend nachzujustieren.

Zwei in Einem:

1. Das Röntgenphantom kann wie ein Patient durch-
    leuchtet oder für  Röntgenaufnahmen verwendet
    werden.
    Dadurch ist ohne weitere Erklärung eine einfache
    erfahrungsbasierte Qualitätskontrolle durchführbar,
    denn anders als beim Patient sind feste Strukturen
    optisch sichtbar und weitgehend selbsterklärend.



2. An den im Röntgenbild sichtbaren Strukturen des     Röntgenphantoms können zusätzlich exakte
    (normgerechte) physikalische Messungen vorge-
    nommen werden (cm-Maßstab, Densitometer,
    Dosimeter).
    In den technischen Unterlagen sind Strukturen
    und Meßgrößen genau beschrieben.


Eine ausführliche Beschreibung des Phantoms und seiner
Einsatzmöglichkeiten findet sich in der Bedienungsanleitung  
deutsch oder englisch  und für Konstanzprüfungen



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Das Messgerät mit Hochspannungssonde

Die Hochspannungs-Sonde enthält zwei Strahlungsdetektoren
unterschiedlicher Energieabhängigkeit (Cäsiumjodid und Silizium)
und dient der indirekten Messung im Strahlengang von Röntgengeräten.


Das Messgerät zeigt bei Röntgenaufnahmen die tatsächlichen Werte
der Röhrenspannung im Bereich von 60 bis 150 kV
und der Belichtungszeit ab 2 ms an.

Über einen Speicheroszillografen kann auch der zeitliche Verlauf
von (ggf. gepulster) Röhrenspannung
und relativer Energiedosisleistung (z. B. bei fallender Last)
während einer Röntgenaufnahme dargestellt werden.

Die Röhrenspannung kann auch bei niedrigem Röhrenstrom
während einer Durchleuchtung gemessen werden.

               Am Sechspulsgenerator                              und                                 am Zwölfpulsgenerator.
Hochspannungsverlauf (obere Kurven) und
Dosisleistungsverlauf (untere Kurven)
während einer Röntgenaufnahme.
               

Das Hochspannungs-Messgerät im Einsatz an einer Röntgendiagnostikanlage mit Untertischröhre

Das Hochspannungs-Messgerät wurde von
der Firma EFG in Berlin kommerziell gebaut.

 
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